Aus Marokko nach Schleswig-Holstein: Chadia findet ihren Weg bei Hansen Dental
Der Weg von Chadia Bouhsaine nach Schleswig-Holstein war von Weitsicht, Mut und Entschlossenheit geprägt. Heute arbeitet sie im Labor von Olaf Laumert bei Hansen Dental in Neumünster und verwirklicht ihren Traumberuf als Zahntechnikerin. Ihre Geschichte ist ein eindrucksvolles Beispiel für die wachsende Relevanz internationaler Fachkräfte für schleswig-holsteinische Unternehmen.
Ein Jahr zwischen Hoffnung und effektiver Unterstützung
Chadias Reise begann mit einer fundierten Ausbildung in Marokko, wo sie nach dem Abitur ihr Diplom im Bereich Zahntechnik erwarb und anschließend in einem Labor arbeitete. „Diese Erfahrung hat mir sehr gefallen, und ich habe viel gelernt und meine Leidenschaft für diesen Beruf weiterentwickelt“, berichtet sie. Der Wunsch nach weiterer beruflicher Entwicklung führte sie nach Deutschland. Ein entscheidender Schritt war das Erlernen der deutschen Sprache, das sie innerhalb eines Jahres mit der erfolgreichen B2-Prüfung abschloss.
„Am Anfang war es wirklich schwierig, den richtigen Weg zu finden.“ Olaf Laumert.
Die Suche nach einem Labor in Deutschland und der Umzug waren jedoch mit bürokratischen Hürden verbunden. „Es hat ungefähr ein Jahr gedauert, bis alles funktioniert hat“, erinnert sich Betriebsleiter Olaf Laumert. Die anfängliche Unklarheit über notwendige Schritte und Dokumente stellte eine große Herausforderung dar. Erst durch die gezielte Unterstützung des Welcome Center Schleswig-Holstein kam Struktur in den Prozess. „Am Anfang war es wirklich schwierig, den richtigen Weg zu finden“, so Herr Laumert. „Beim Welcome Center war nachher alles gebündelt und dann griff eines ins andere.“ Das beschleunigte Fachkräfteverfahren brachte schließlich Bewegung in die Sache.
Dr. Till Gericke, Berater für den Bereich Gesundheit im Welcome Center SH, kommentiert: „Nach Prüfung der Unterlagen haben wir gemeinsam mit dem Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge das beschleunigte Fachkräfteverfahren eingeleitet und Frau Bouhsaine durch den gesamten Prozess begleitet. Wo Dokumente fehlten, haben wir gezielt unterstützt und die Lücken gemeinsam geschlossen.“
Der erste Eindruck zählt: Ein Neustart in einem neuen Land
Auf Chadia aufmerksam wurde Olaf Laumert durch ein befreundetes Labor. Nach der Prüfung ihrer Bewerbungsunterlagen folgte ein Videogespräch, das für beide Seiten entscheidend war. „Ich wollte sie natürlich auch kennenlernen„ meinte Herr Laumert. Der positive Eindruck überzeugte, und Chadia entschied sich bewusst für Schleswig-Holstein: „Ich habe gehört, dass es ein ruhiges Bundesland ist und die Menschen dort sehr freundlich sind. Genau das habe ich auch erlebt, als ich hier angekommen bin – die Leute sind wirklich nett und hilfsbereit.“
Die ersten Wochen in Deutschland waren intensiv. Olaf Laumert holte Chadia persönlich vom Bahnhof ab und organisierte zunächst ein Monteurszimmer, später ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft. „Sie kommt hier ganz unbedarft an, da muss man sie an die Hand nehmen“, betont er. Auch bei Behördengängen, der Einrichtung der Wohnung und im Alltag unterstützten er und sein Team die junge Auszubildende umfassend. Eine Investition, die über das rein Berufliche hinausgeht: „Es ist einfach eine Freude, ihr zu helfen“, so Herr Laumert. Eine Freude, die auch seine Mitarbeiter teilen.
Ausbildung mit Zukunft: Warum sich der Einsatz lohnt
Obwohl Chadia bereits eine Ausbildung in Marokko abgeschlossen hatte, durchläuft sie in Deutschland die vollständige Ausbildung zur Zahntechnikerin. Dies ist notwendig, da ihre theoretischen Kenntnisse zwar solide sind, ihr jedoch die praktische Erfahrung im deutschen System fehlt. Für Chadia ist dies jedoch kein Rückschritt, sondern eine wertvolle Chance: „Ich bin sehr froh, hier zu sein, und ich mag mein Leben und meine Arbeit in Schleswig-Holstein sehr.“
Der Fachkräftemangel ist auch im Zahntechnik-Handwerk spürbar, und geeignete Bewerbungen aus der Region sind rar. Internationale Nachwuchskräfte wie Chadia werden daher immer wichtiger. Der Weg ihrer Integration erfordert Engagement, Zeit, Geduld und persönliche Begleitung. Für Olaf Laumert überwiegt dabei der menschliche Aspekt. Und für Chadia? Sie hat nicht nur einen Ausbildungsplatz gefunden, sondern auch ein neues Zuhause und eine herzliche Gemeinschaft in Schleswig-Holstein.
Gemeinsam zum Erfolg: Wie das Welcome Center den Unterschied macht
Der Fall von Chadia zeigt, dass internationale Fachkräftegewinnung gelingen kann, wenn die richtigen Strukturen vorhanden sind. Gerade in der Anfangsphase, in der Prozesse komplex und unübersichtlich erscheinen, spielt das Welcome Center Schleswig-Holstein eine zentrale Rolle. Durch gebündelte Beratung, klare Orientierung und enge Begleitung konnten Hürden überwunden und Verfahren erfolgreich umgesetzt werden. Für Unternehmen wie Hansen Dental bedeutet das konkrete Entlastung und Planungssicherheit – und für Fachkräfte wie Chadia eine echte Chance auf einen gelungenen Neustart in Schleswig-Holstein.
Beratung für den Bereich Gesundheit, Pflege und Soziales